Open Source Festival

Seit genau 10 Jahren findet einmal jährlich das Open Source Festival auf der Grafenberger Galopprennbahn statt. Dieses Jahr wurde von den Veranstaltern am 14. Juli eingeladen, einen Tag auf der seit 1909 existierenden Pferderennbahn zu verbringen.

Warum sind wir hier?
Berichte über Bands gibt es viele und unser Hauptaugenmerk sollte bei diesem Festival nicht bei den Musikern liegen, sondern bei den Gestaltern und Künstlern die auf dem Gelände ihre Ideen und Kunstwerke präsentieren. Dafür eignet sich das Open Source Festival gut, denn man kann es als Kreativ-Zusammenschluss verstehen. Die Veranstalter bieten hier sowohl Musikern aber auch Designern und Künstlern eine Plattform, um sich einer Öffentlichkeit zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen.

Eine dieser Möglichkeiten mit dem Publikum in Verbindung zu treten sind die Opensquares. Der Name ist Programm; Es handelt sich hierbei um schlichte, weiße 3×3 m große Pavillons. Zwanzig davon sind in Konzentrischer Weise auf dem Führring, also dem Platz wo normalerweise die Pferde vor den Rennen den Wett eifrigen vorgeführt werden, angeordnet. Dort können sich die von einer Fachjury kuratierten Ideen und Projekte präsentieren. Zum Beispiel das Magazin GOSH- „das sich mit popkulturellen Kunstarbeiten beschäftigt“. Aber auch vieles mehr von Design, Architektur, Grafik, Kunst, Mode, Produkt, Film, Fotografie, Musik bis Medien war vertreten.

Von Square bis POP…
Da sie den Rahmen eines Pavillons wohl gesprengt hätten, aber auch weil sie extra dafür angefragt wurden, präsentiert die thek sich selbst und ihr „Haus“ mitten auf dem Open Source Platz. thek sind ein Zusammenschluss von kreativen Köpfen aus unterschiedlichsten Bereichen. Eine Designerin, ein Tischlermeister, eine Journalistin und eine Projektmanagerin arbeiten hier
Hand in Hand und verbinden ihre Expertisen um neue POP Kultur entstehen zu lassen. Interessiert an verschiedensten Formen der kreativ-gestalterischen Interaktion in der Öffentlichkeit, laden sie herzlichst dazu ein, als Kreativschaffende gemeinsam mit ihnen an Projekten zu arbeiten.

„Wir freuen uns immer total, wenn jemand mit Ideen auf uns zukommt."

thek nehmen nun schon das zweite Mal in folge am OSF teil. Extra für dieses Jahr haben sie zwei Tischtennisplatten geschreinert. Diese lockten, neben dem Workshop Angebot; „gestalte deine thek selbst“, einige Besucher an. Sicherlich auch der Gegebenheit geschuldet, dass sie einen Großteil des Platzes zwischen MainStage und Carhartt WIP Stage, bespielen. Die Festivalbesucher haben also fast keine andere Möglichkeit, als zufällig einmal bei der sehr sympathischen thek vorbeizuschauen.

…Und von POP Kultur bis Kunst

Im Rahmen des OSF präsentieren insgesamt acht Studierende der Kunsthochschule für Medien in Köln (KHM) ihre aktuellen Arbeiten. Wie wir von Julian Pache, einem der KHM Studenten erfahren haben, kooperieren das Open Source Festival und die Kölner Kunsthochschule nun auch seit 10 Jahren miteinander und ermöglichen somit den Studenten ihre künstlerischen Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dafür werden unterschiedlichste Orte auf dem Gelände temporär zweckentfremdet und mit ihren künstlerischen Arbeiten bespielt. Es ist Abend geworden. Gut für die KHM Studenten, deren Lichtinstallationen nun endlich in Gänze ihre Wirkung entfalten können. Während Tocotronic ihre letzten Songs des Abends spielen und die Anspannung allmählich von uns abfällt, meldet sich der Hunger. Doch, das ist natürlich kein Problem, denn nach dem Motto der Veranstalter: „Leerer Magen tanzt nicht gut“, findet man hier von Eis bis Falafel ein solides kulinarisches Angebot.

 

Sophie Binkenborn
Julia Schmitz

Semesterarbeit

Hochschule Düsseldorf
Fachbereich Design
betreut von Prof. Anja Vormann

Weiterführende Links
Open Source Festival
thek 

Künstlerinnen und Künstler in der Reihenfolge wie vorgekommen
Julian Pache – humans and landscapes
Qimeng Sun – I pretend that I belong here
Bela Usabaev – EyeCombinat
Julian Pache- untitled