Gemeinsam gestalten statt nur organisieren

Warum die Fachschaft das Herz des Campus ist 

Für diesen Artikel habe ich mit Fabian gesprochen. Er studiert im 4. Semester und ist schon seit längerer Zeit in der Fachschaft aktiv. Im Interview erzählt er von seinen Erfahrungen und gibt einen Einblick in die Arbeit der Fachschaft. 

Wer neu an die Hochschule kommt, begegnet der Fachschaft oft zuerst bei der Erstiwoche oder bei einer lustigen Veranstaltung wie dem Bretti (Brettspiele Abend). Doch hinter den Kulissen leistet sie deutlich mehr, als vielen bewusst ist. Sie organisiert Events, vertritt die Interessen der Studierenden und ist Anlaufstelle für nahezu alle Fragen rund ums Studium. Im Interview erklärt Fabian von der Fachschaft Design, warum Engagement nicht nur den Campus verändert, sondern auch einen selbst. 

Das Sprachrohr der Studierenden 

Die Fachschaft versteht sich als direkte Vertretung der Studierenden. Sie bringt deren Anliegen in die verschiedenen Hochschul Gremien ein, steht im Austausch mit dem Dekanat und setzt sich dafür ein, dass studentische Perspektiven in Entscheidungen berücksichtigt werden. Gleichzeitig organisiert sie auch kulturelle Veranstaltungen, unterstützt den Tag der offenen Tür, begleitet Eignungsprüfungen und wirkt an der Planung der Erstiwoche mit. 

„Wir sind das Sprachrohr der Studierendenschaft“, fasst Fabian die Aufgabe der Fachschaft zusammen. Genau diese Nähe zu den Studierenden unterscheidet sie von anderen Hochschulgremien. Wer Fragen, Ideen oder Probleme hat, kann sich direkt an die Fachschaft wenden!. 

Was hinter den Kulissen passiert 

Viele Aufgaben bleiben für Außenstehende unsichtbar. Dazu gehört beispielsweise die Organisation der Getränkeversorgung für Veranstaltungen oder die Vorbereitung der Erstibeutel. Hinzu kommen zahlreiche organisatorische Tätigkeiten, die dafür sorgen, dass Hochschulveranstaltungen reibungslos ablaufen. Daneben engagieren sich Mitglieder der Fachschaft in verschiedenen Hochschulgremien wie dem Studierendenparlament (StuPa), dem Fachbereichsrat oder im regelmäßigen Austausch mit dem Dekanat. Dort geht es um Themen, die die Lehre, Studienbedingungen oder größere Anschaffungen betreffen. Studierende können so aktiv Einfluss auf die Entwicklung ihres Fachbereichs nehmen. 

Für jedes Anliegen offen 

Ob Schwierigkeiten mit einer Lehrveranstaltung, Konflikte mit Dozierenden, Fragen zum Studienalltag oder Ideen für neue Projekte, die Fachschaft versteht sich als erste Anlaufstelle. Sie vermittelt zwischen Studierenden und Lehrenden, hilft bei organisatorischen Fragen und unterstützt auch Initiativen aus der Studierendenschaft. So gibt es beispielsweise auch eine eigenständige Gruppe, die regelmäßig Techno-Tischtennis organisiert. Die Fachschaft stellt dabei ihre Erfahrung und Infrastruktur zur Verfügung und hilft bei der Umsetzung. 

Gemeinschaft statt nach der Vorlesung nach Hause 

Für Fabian war vor allem der soziale Aspekt ausschlaggebend, sich zu engagieren. Gerade nach den Corona-Jahren habe er das Gefühl gehabt, dass viele Studierende nach den Seminaren direkt nach Hause fahren und der Campus dadurch an Leben verliert. Die Fachschaft möchte genau das verändern. Sie schafft Räume, in denen man sich kennenlernen, austauschen und gemeinsam Projekte umsetzen kann. Gerade für Erstsemester sei sie deshalb ein guter Ort, um Kontakte zu knüpfen und Teil der Hochschulgemeinschaft zu werden. 

Mitmachen ist einfacher als viele denken 

Ein häufiges Vorurteil lautet, die Fachschaft sei ein geschlossener Kreis. Fabian widerspricht: Jede Person könne einfach bei einer Sitzung vorbeischauen und unverbindlich hineinschnuppern. 

Die regulären Sitzungen finden jeden Dienstag in der Mittagspause (12:00) statt. Wer Interesse hat, kann gerne teilnehmen und sich zunächst ein Bild machen. Neue Mitglieder erhalten anschließend ein Onboarding, in dem die Strukturen, Aufgaben und Gremien der Fachschaft erklärt werden. Auch wer sich nicht dauerhaft engagieren möchte, kann bei einzelnen Veranstaltungen helfen zum Beispiel, bei der Betreuung des Kiosks oder der Unterstützung von Events.  

Mehr als ein Ehrenamt 

Wer sich in der Fachschaft engagiert, sammelt nicht nur organisatorische Erfahrungen. Viele entwickeln mehr Selbstbewusstsein, lernen andere Arbeitsweisen kennen und profitieren vom Austausch mit Studierenden verschiedener Semester. Gleichzeitig entstehen wertvolle Kontakte, sowohl innerhalb der Studierendenschaft als auch zu Lehrenden und Hochschulgremien. 

Hilfreich sei vor allem die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und das Hochschulleben aktiv mitzugestalten. Auch bei Bewerbungen, etwa für Stipendien, könne ein solches Engagement von Vorteil sein. 

Eine Hochschule mit mehr Leben 

Auf die Frage nach einem Wunsch für die Zukunft muss Fabian nicht lange überlegen: Er wünscht sich einen lebendigeren Campus mit mehr spontanen Aktionen, Begegnungen und Veranstaltungen. Mehr Menschen, die zusammen Tischtennis spielen, sich auf dem Campus treffen oder einfach gemeinsam Zeit verbringen. 

Seine Botschaft an alle Studierenden lautet deshalb: Die Hochschule ist für die Studierenden da. Wer sich einbringt, kann das Campusleben aktiv mitgestalten und aus dem Studium weit mehr machen als den Besuch von Lehrveranstaltungen. Denn die Fachschaft lebt von den Menschen, die mitmachen und ihre Tür steht jederzeit offen. 

Ein Beitrag von Matilda Lowitsch-Gramse Studierende an der HSD PBSA FB Design

Betreut von Prof. Anja Vormann