Changemakers

Entwerfen wir die Welt?
Haben wir die Wahl?
Was hat das mit Politik zu tun?
Wie sieht ein ästhetischer Widerstand aus?
Leben wir in einer Suggestionsgesellschaft?
Tun wir das Richtige?
Jan Koob

Auf der Grundlage Friedrich von Borries‘ politischer Designtheorie „Weltentwerfen“ stellt sich Jan Koob die Frage: Wie sieht entwerfendes Design in der Praxis aus?

Die vorgestellten Frameworks, Methoden und Tools hinterfragen den Status quo kritisch, zeigen Gegenmodelle auf und erweitern Handlungsspielräume. In Form von Kommentaren werden die ausgewählten Arbeiten vorgestellt und reflektiert.

Zwischen Suggestion und Empowerment, als Schöpfer von Fantasiewelten oder Akteuren gesellschaftlichen Wandels suchen Gestalter ihren Platz in der Welt. Dieser Zwiespalt findet sich auch in den visuellen Experimenten wieder, welche parallel zu der Arbeit entstanden sind.

„Changemakers“ versteht sich als eine offene Suche (nach Möglichkeiten), nicht als Anleitung die Welt zu verändern.

Die Arbeit an dem Buch folgte einem iterativen Prozess. Es gab Phasen der Recherche, in denen es darum ging möglichst viele Eindrücke und Ideen aufzufangen. Diese wechselten sich ab mit Phasen, in denen das Erfahrene in eine komprimiertere Form übersetzt wurde. Der wellenförmige Verlauf des Prozesses erlaubte ihn viele Aspekte des Themas auszubreiten und zu sammeln um sie im darauffolgenden Schritt zu sortieren und zu analysieren. Auf der Grundlage der Erkenntnisse folgte das intuitive Experimentieren.

Referenzmaterial ist für Designer allgegenwärtig. Die eigene Arbeitsweise wird immer von vorausgehenden Ideen beeinflusst oder inspiriert. Im Alltag läuft dieser Prozess oft unbewusst ab oder fehlende Zeit erlaubt keine tiefere Auseinandersetzung. In seiner Arbeit nutzt er den Prozess der Referenzebene bewusst, mit der Absicht es zu verstehen und anzuwenden.

Die Experimente sind explorative Versuche mit digitalen Techniken, bzw. Tools, welche parallel zu der inhaltlichen Arbeit entstanden sind. Die experimentelle Gestaltung ist eine visuelle Methode in der zum Beispiel Variationen oder Interpretationen eines Ausgangszustandes erstellt werden. Die Experimente sind gewissermaßen Erweiterungen des Reflexionsprozesses und repräsentieren abstrakt die Erkenntnisse. Man könnte die entstandenen experimentellen Versuche als visuelle Übersetzung von „Vorstellungen“ beschreiben. Wie Design über eine ästhetische Qualität hinaus genutzt werden kann, war Teil seiner Suche, über die er neue Perspektiven für einen alternativen Kreativprozess gewann.

Jan Koob
Changemakers
Abschlussarbeit

Hochschule Düsseldorf
Fachbereich Design

betreut von Prof. Anja Vormann und
Prof. Frank Lorentz

Jan Koob - Changemakers – 4,06 KB