Independent Volunteers

Gesicht und Stimme

Die Dokumentation »Independent Volunteers« setzt sich mit der Intention von Menschen auseinander, die in Zeiten der Krise einen Großteil ihres Lebens darauf ausgerichtet haben, Geflüchteten in Griechenland in ihrer Not zu helfen und verleiht ihnen Gesicht und Stimme. Er dokumentiert den bislang kaum bekannten Alltag in den Camps und zeigt die Menschlichkeit der Krise. Die fotografischen Eindrücke, präsentiert als Installation in einem original UNHCR-Flüchtlingszelt, zeigen die emotionale Intensität nicht alltäglicher Grenzerfahrungen. Interviews erläutern Gedanken und Beweggründe einiger Protagonisten. Seine Dokumentation gibt einen Einblick in die Arbeit und das Leben der freiwilligen Helfer aus dem »We are here« Community Center im Nea Kavala Camp in Polikastro und dem »Eko Projekt« im Camp Vasilika. Diese Projekte haben es geschafft, unabhängig von den größeren Hilfsorganisationen eine Schule aufzubauen, in der Kinder unterrichtet werden und Erwachsene Sprachen lernen können. Unter anderem organisieren sie Sport- und Freizeitaktivitäten, geben Tanzunterricht, veranstalten Theater-klassen, kochen und vieles mehr. Ihre Arbeit geht weit über die Grenzen institutioneller Flüchtlingshilfe hinaus und geben den betroffenen die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen und ihre Zeit an den jeweiligen Orten möglichst sinnvoll zu nutzen.

»It felt like the right thing to do.« In der Soundinstallation ist die junge, emphatische »Travellerin« Lilith aus Brighton zu hören. Auf der Such nach sich selbst ist sie ihrem Impuls gefolgt um die Menschen im Camp Nea Kavala, im Norden Griechenlands, zu unterstützen. Wie lange sie bleibt, hängt wie bei den meisten Freiwilligen davon ab, wann ihr das Geld ausgeht. Mittlerweile hat sie bei GoFundMe eine Seite eingerichtet, über die man sie bei ihrer Arbeit unterstützen kann.

»You gotta keep the balance!« Im Gegensatz zu Lilith hat Josh aus Redditch bereits eine genaue Vorstellung vom Leben und was es zu erreichen gilt. Er ist als Stadtplaner im Familienbusiness tätig und in der glücklichen Situation, dass er seine Arbeit wieder aufnehmen kann, wenn er nach Hause zurückkehrt, denn nicht wenige Freiwillige mussten ihren Job kündigen, um helfen zu können.

»All is connected!« Emily und Chrissy haben beide zuvor bereits Erfahrung als freiwillige Helfer in Naturreservaten und Schutzzonen gesammelt. Die Schottin Chrissy betont, dass alle Lebewesen gleich sind, ob Tier oder Mensch, und alle Hilfe brauchen. Sobald man einmal begriffen hätte, wie alles zusammenhängt und diese Tierarten wegen der globalen Entwicklung in Not ist, erkenne man, dass es bei den Menschen nicht anders ist.

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Max Brugger
Independent Volunteers
Abschlussarbeit

Hochschule Düsseldorf
Fachbereich Design
betreut von Prof. Mareike Foecking